In 3 Schritten zum Kampagnenplan für Google Ads

Eine gut durchdachte Accountstruktur legt den Grundstein für die Optimierung und Skalierung jedes Google Ads-Kontos. Deswegen solltest du dir bereits vor Anzeigenschaltung Gedanken machen, wie das Konto sinnvoll gestaltet werden kann – auch im Hinblick darauf, wie sich weitere Kampagnen in den grundlegenden Aufbau einfügen können.

Einen Kampagnenplan kannst du anhand von drei Schritten erarbeiten. Diese Schritte sollen vor allem Einsteiger*innen die Grundlagen für einen gezielten Konto-Aufbau an die Hand geben.

Schritt 1: Ziele & Budgets festlegen

Bevor du überhaupt über mögliche Kampagnentypen oder Anzeigeninhalte nachdenkst, musst du die Ziele, die mit dem Google Ads-Werbekonto erreicht werden sollen, klar definieren. Folgende Fragen helfen bei der Festlegung konkreter Ziele:

Anhand dieser Fragestellungen kannst du bereits wesentliche strukturelle Fragen klären, etwa welche Netzwerke und welche Anzeigenformate (z. B. Shopping, Display, Video) für die Erreichung der Zielvorgaben genutzt werden können.

Des Weiteren solltest du in diesem Stadium auch über die Höhe des Werbebudgets nachdenken. Die Erfahrung zeigt, dass ein grobes monatliches Budget für den Start sinnvoll ist, um einschätzen zu können, wie umfangreich der anfängliche Kampagnenplan sein kann. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass Google Ads das Tagesbudget innerhalb eines Monats variabel einsetzen kann, das heißt, dass ein pro Kampagne angegebenes Tagesbudget an einzelnen Tagen auch überschritten werden kann, wenn der Algorithmus Chancen sieht. Der Überschreitung sind jedoch Limits gesetzt, denn du bezahlst pro Tag maximal das Doppelte des hinterlegten Tagesbudgets. Fallen an einem Tag mehr Kosten an, dann trägt Google die Kosten, die über der Grenze liegen.

Schritt 2: Auswahl der Kampagnentypen und grobe Accountstruktur

Wenn du mindestens ein konkretes Ziel und einen groben Budgetrahmen festgelegt hast, kannst du dich in den nächsten Planungsschritt stürzen. Dafür überlegst du dir zuerst, welche Kampagnentypen notwendig sind, um das gesetzte Marketingziel zu erreichen. Für E-Commerce-Unternehmen sind mindestens Such- und Performance-Max-Kampagnen notwendig. Je nachdem wie spendabel das geplante Budget ist, kannst du aber auch über Upper Funnel-Formate wie Display-, Demand-Gen- oder Video-Kampagnen nachdenken.

Wenn du dir überlegt hast, welche Kampagnentypen zu deinem Marketingziel passen, kannst du die Kampagnen auf Basis verschiedener Augenpunkte aufgliedern:

Prinzipiell sollte das gesamte Konto so granular wie nötig und so grob wie möglich aufgebaut sein. Mit geringen Tagesbudgets und niedrigen Conversionvolumina stoßen smarte Gebotsstrategien schnell an ihre Grenzen. Mindestens 30 Conversions pro Monat pro Kampagne sind ein guter Richtwert. Deswegen ist es sinnvoll, zusammengehörige Themen innerhalb einer Kampagne zu gruppieren, um die Kampagnenanzahl zu minimieren.

Schritt 3: Kampagnenstruktur finalisieren

Im letzten Schritt kannst du die oben genannten Überlegungen dann in die finale Kampagnenstruktur überführen:

  1. Keywordrecherche als Grundlage nutzen, um zu evaluieren, welche Produkte bzw. Dienstleistungen wie stark nachgefragt werden
  2. Kampagnen in thematisch passende Anzeigengruppen gliedern – Dabei sollten Anzeigengruppen, die sehr suchanfragenstarke Keywords enthalten, jedoch nicht in einer Kampagne mit Anzeigengruppen kombiniert werden, die suchanfragenschwachen Keywords beinhalten, z. B. eine Kampagne mit stark nachgefragten Schuhmodellen und eine Kampagne für Schuhmodelle, die seltener gesucht werden.
  3. Finale Tagesbudgets für die einzelnen Kampagnen festlegen

Sobald der Kampagnenplan steht, kannst du ihn Schritt für Schritt in das Google Ads-Konto übertragen.

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
View all comments