Ziele in Google Ads definieren und erreichen
„Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg.“ sagte bereits Laozi und auch wenn du eine Google Ads-Kampagne erstellst, gilt dieser Merksatz. Nachdem der Google Ads-Account erstellt und die wichtigen Informationen hinterlegt wurden, gilt es als Nächstes Ziele zu definieren. Die Zieldefinition hat einen maßgeblichen Einfluss auf den grundlegenden Aufbau des Google Ads-Kontos und den Aufbau und die Optimierung einzelner Kampagnen. Um sinnvolle Maßnahmen zu erarbeiten, kannst du dir die folgenden drei Fragen stellen:
Welche Ziele sollen erreicht werden?
Um bestimmen zu können, ob eine Werbemaßnahme erfolgreich war, braucht es möglichst konkrete Ziele, um den Erfolg bewerten zu können. “Wir wollen unseren Umsatz steigern.” ist zum Beispiel kein gutes Ziel, da es weder einen Zeitraum definiert, in dem die Steigerung erfolgen soll, noch wie hoch der Anstieg ausfallen soll. Es ist also empfehlenswert, sich auf ein konkretes Ziel zu konzentrieren, welches Angaben zum verfügbaren Zeitraum und dem angestrebten Veränderungsgrad macht. Hier folgen ein paar mögliche Formulierungen:
- Den Jahresumsatz in einem Onlineshop um 10 % steigern.
- Den ROAS eines Onlineshops innerhalb eines Quartals von 9 auf 10 steigern.
- 250 monatliche Besuche für ein lokales Geschäft generieren.
Wie können diese Ziele erreicht werden?
Schauen wir uns jetzt genau an, wie die Umsetzung dieser Ziele aussehen kann. Wir nutzen dafür das erste Beispiel aus der ersten Frage, bei dem der Jahresumsatz in einem Onlineshop um 10 % gesteigert werden soll.
Für Onlineshops ist der wichtigste Kampagnentyp Performance Max. Hier sollte im ersten Schritt überprüft werden, ob die Kampagnenstruktur im Account so aufgesetzt ist, dass alle beworbenen Produkte eine Chance bekommen, Werbebudget abzubekommen. Außerdem kann man überlegen, ob es sich lohnt, Produktbereiche oder Topseller in eigenen Kampagnen auszulagern. Im zweiten Schritt sollte man überprüfen, ob alle Performance Max-Kampagnen nach Best Practices aufgebaut und eingestellt sind. Danach können die Suchkampagnen im Konto analysiert werden.
Eventuell holt der Onlineshop aber mit der aktuellen Kampagnenstruktur bereits alles aus den Bestandskund*innen heraus, was möglich ist. Dann lohnt es sich, das Unternehmen und die Produkte mithilfe einer Demand Gen-Kampagne neuen potentiellen Käufer*innen vorzustellen. Bei dem Kampagnentyp stehen verschiedene Targeting-Optionen zur Verfügung, wodurch z. B. Bestandskund*innen von der Bewerbung ausgeschlossen werden können und das gesamte Werbebudget in das Akquirieren von Neukund*innen gesteckt werden kann. Falls ein Unternehmen auch über stationäre Niederlassungen verfügt, können lokale Performance Max-Kampagnen aufgesetzt werden, die für einen Besuch der Geschäfte und das lokale Sortiment werben.
Kontostruktur und Kampagnensetups sollten auf jeden Fall auf die individuellen Ziele abgestimmt werden. Es gibt hier keine Lösung, die zu allen Unternehmen und vor allem nicht zu allen Zielen passt.
Wie kann Erfolg gemessen werden?
In Google Ads-Konten gibt es sehr viele Kennzahlen, anhand derer der Erfolg der Werbemaßnahmen gemessen werden kann. Überlegt euch bereits vor Kampagnenstart, welche Kennzahlen eure Key Performance Indicator (KPIs) sind, sodass ihr diese Zahlen auch zur Optimierung nutzen könnt. Um Verkäufe in einem Online-Shop zu bewerten, können z. B. Conversions, der Conversion-Wert, aber auch der ROAS (als Indikator für die Effizienz der Werbemaßnahmen) genutzt werden.
Um die Performance von Demand Gen-Kampagnen zu bewerten, empfehlen wir auf Kennzahlen wie Impressionen, Klicks oder die Klickrate zurückzugreifen, da hier in der Regel Aufmerksamkeit für Unternehmen, Dienstleistungen oder Produkte geschaffen werden soll. Kennzahlen wie Conversions sind bei diesem Ziel nachgelagert zu betrachten.
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