SEO News 03/2025: AI-Overviews sind jetzt auch in Deutschland verfügbar
Die Google AI-Overviews sind jetzt auch in Deutschland verfügbar! 🎉 Neben dieser Neuigkeit erfahrt ihr diesmal auch von den neuesten Erkenntnissen der Google Search Central Live in New York sowie von spannenden Analysen, wie ihr Content für Large–Language–Modelle optimiert. Außerdem naht das Inkrafttreten des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes: meldet euch direkt schonmal für unser kostenloses Webinar zum Thema an! 👇
News der Suchmaschinen
Google Search Central Live in New York
Vor kurzem fand die Google Search Central Live in New York statt, mit Speaker*innen von Google und Expert*innen aus der ganzen Welt. Das Event richtet sich an Content-Ersteller*innen, Webseiten-Betreiber*innen und Marketer. Hier tummelten sich die großen Namen der Szene – und viele von ihnen haben die wichtigsten Takeaways in Blogartikeln oder auf Social Media geteilt. Wir fassen für euch die spannendsten Insights verschiedener Expert*innen zusammen. Los geht’s!
Barry Schwartz: KI-Texte sind kein Problem, originelle Inhalte bleiben aber wichtig
Der Journalist und SEO-Experte Barry Schwartz betonte in seinen Takeaways auf Search Engine Roundtable, dass KI-Texte grundsätzlich kein Problem für die Google-Suche darstellen. Wichtig bleibt jedoch, dass Inhalte originell sind und echten Mehrwert für Nutzer*innen bieten. Weitere Informationen zu KI-generierten Inhalten findet ihr auf den Google Search Central Dokumentationsseiten.
Als weiteres zentrales Thema nannte er die Googles AI-Overviews. Laut Google nutzen bereits über eine Milliarde Nutzer*innen die KI-Suche, vor allem jüngere Nutzer*innen zwischen 18 und 24 Jahren. Die AI-Overviews bedienen ein größeres Spektrum an Informationsbedürfnissen und könnten in Zukunft den Traffic-Fluss diversifizieren.
Roger Montti: Links in AI Overviews verstehen
Laut den Insights von SEO-Experte Roger Montti auf Search Engine Journal erklärte Google auf seiner Konferenz, warum man in den AI-Overviews auch Links findet, die nicht in den klassischen Top-10-Suchergebnissen erscheinen. Google betonte, dass die grundlegenden Prinzipien der Suchmaschinenoptimierung unverändert bleiben. Es gibt jedoch zwei neue Konzepte, die dabei helfen zu verstehen, wie AI-Overviews funktionieren:
- Predictive Summaries: Google versucht in seinen AI-Overviews nicht nur, die aktuelle Suchanfrage zu beantworten, sondern auch, mögliche verwandte Suchanfragen vorherzusagen, die Nutzer*innen als Nächstes interessieren könnten. So kombiniert Google die Antwort auf die Suchanfrage mit potenziellen Folgeinformationen und bildet damit ein breiteres Spektrum ab.
- AI-Overviews greifen außerdem auf sog. Grounding Links zurück. Diese Links haben das Ziel, die KI-Zusammenfassungen mit überprüfbaren, relevanten Informationen aus dem Web zu verankern. Diese Links sind oft spezifischer und relevanter als die organischen Top-10-Ergebnisse, was ein großes Potenzial für Nischen-Websites bedeuten kann.
SEO-Experte Danny Sullivan warnte jedoch davor, sofort auf diese neuen Konzepte zu optimieren, da dies vermutlich mehr Schaden anrichten könnte, als es helfen würde. Außerdem ging er auf den AI Mode ein (mehr dazu unten in den News der Suchmaschinen kurz & knapp) und stellte fest, dass dieser derzeit noch nicht optimierungswürdig sei.
Wir empfehlen weiterhin, auf qualitativen und einzigartigen Content mit Mehrwert zu setzen und Kriterien des EEAT-Konzepts zu erfüllen, um für die AI-Overviews relevant sein zu können.
Lily Ray: Strukturierte Daten bleiben entscheidend
In ihren Google Search Central Meetup Insights kritisierte die SEO-Expertin Lily Ray, dass Google bisher wenig konkrete Daten liefern konnte, um zu erklären, wie sich die KI-Overviews auf den organischen Traffic auswirken. Des Weiteren hielt sie fest, dass für Google weiterhin strukturierte Daten (Schema Markup) eine zentrale Rolle dabei spielen, Webseiten-Inhalte korrekt zu verstehen und zu kategorisieren. Trotz des wachsenden Einflusses großer Sprachmodelle (LLMs) bleibt es entscheidend, strukturierte Daten zu implementieren, um die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen zu optimieren.
News der Suchmaschinen kurz & knapp
- AI-Overviews jetzt auch in Deutschland: Seit 26. März könnt ihr in Deutschland sowie in weiteren europäischen Ländern, wie Österreich, Schweiz und Spanien, die AI-Overviews in der Google-Suche nutzen. Diese Funktion bietet eine verbesserte Möglichkeit, Antworten auf komplexe Suchanfragen zu erhalten und relevante Webseiten schnell zu entdecken. Konntet ihr die AI-Overviews auf euren Devices schon entdecken?
- Google-Suchanfragen nehmen weiter zu: Google konnte trotz des Hypes um KI-Tools die Anzahl seiner Suchen 2024 weiter steigern. Mehr Suchanfragen sind aber nicht automatisch mehr Klicks. Die Zukunft muss zeigen, wie Google seine KI-Suche gestaltet.
- Google aktualisierte seine Meta-Robots-Dokumentation: Ihr könnt nun beeinflussen, ob und wie viele Inhalte als Snippet in einer AI-Overview erscheinen.
- Google führt Feature „AI Mode“ in seiner Suchfunktion ein: Der AI-Modus ermöglicht eine präzisere und kontextbezogene Suche – dabei lassen sich anspruchsvollere Anfragen stellen, für die zuvor mehrere Suchvorgänge nötig gewesen wären. Das Feature wird aktuell in den USA getestet und ist zunächst nur für Google One AI Premium-Abonnent*innen verfügbar.
Branchen Insights
Neues zu Large Language Model Optimization
Müssen Backlink-Strategien neu gedacht werden? Bisher galten Backlinks (vor allem ohne ein „nofollow“ Attribut) als relevanter SEO-Faktor. Das könnte sich bei LLMs anders gestalten. Es scheint zunehmend wichtiger zu werden, wie oft und auf welchen Kanälen eine Marke allgemein erwähnt wird, anstatt nur auf den klassischen Backlink-Aufbau zu setzen. Ein weiteres Indiz für diese Entwicklung ist der „Brand Authority“-Faktor, den MOZ letztes Jahr eingeführt hat, um die Bedeutung einer Marke im SEO zu messen.
Zudem analysierte SEO-Experte Kevin Indig, wie Content aufgebaut sein sollte, damit dieser (samt entsprechender Brands) in den KI-Ergebnissen aufgegriffen werden kann. Wir fassen für euch die wichtigsten Faktoren aus seinen Erkenntnissen auf Search Engine Journal zusammen:
- Klassische SEO-Metriken haben weniger Einfluss auf KI-Chatbot-Ergebnisse.
- Inhaltstiefe (höhere Wort- und Satzanzahl) und Lesbarkeit (guter Flesch Score) sind wichtiger.
- Verschiedene KI-Chatbots haben unterschiedliche Vorlieben – die Überwachung mehrerer Plattformen ist wichtig.
- Die Markenpopularität (gemessen am Suchvolumen) ist die stärkste Variable für Markenerwähnungen in KI-Chatbots, insbesondere in ChatGPT.
- Technische Probleme können die KI-Sichtbarkeit sabotieren. Stellt also sicher, dass eure Website nicht versehentlich LLM-Crawler durch robots.txt oder CDN-Einstellungen blockiert.